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10. Juni 2026
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Notfall

Podcast: «Auf dem Notfall ist viel Detektivarbeit gefragt»

Jährlich suchen über 20 000 Personen den Notfall des Spitals Emmental in Burgdorf und Langnau auf. Die Notfallärztinnen Christiane Arnold und Simone Blunier sprechen im Podcast unter anderem über steigende Patientenzahlen und lange Wartezeiten.

Text: Luk von Bergen • Geprüft von: Dr. med. Christiane Arnold, Leitende Ärztin Notfall und Dr. med. Simone Blunier, Oberärztin Notfall

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«In lebensbedrohlichen Situationen, bei Fällen, die Herz oder Lungen betreffen, bei allergischen Reaktionen – da sollte man sofort auf den Notfall kommen», sagt Simone Blunier im Podcast. «Bei allem, was nicht augenblicklich angeschaut werden muss, kann man auch den Hausarzt anrufen.» Genau dies zu unterscheiden, sei eine ihrer zentralen Herausforderungen im Berufsalltag - zumal die Fallzahlen steigen: «Die Schliessung von Spitälern wie Münsingen hat beispielsweise dazu geführt, dass mehr Patienten zu uns kommen», sagt Christiane Arnold. «Zudem sind die Hausärzte stark ausgelastet und verfügen nicht immer über die nötige Ausstattung.»

Triage als entscheidendes Instrument

Sucht eine Person den Notfall auf, kommt sie zur Triage-Pflege, die eine erste Beurteilung vornimmt, um die Dringlichkeit festzustellen. Hierfür gibt es fünf Stufen, wobei die Stufen 5 bis 3 weniger dringliche Fälle sind. «Stufe zwei ist schon ein grösseres Leid, das es zeitnahe zu behandeln gilt», sagt Simone Blunier. «Und bei der Stufe eins handelt es sich um lebensbedrohliche Verletzungen oder Erkrankungen.» Klar, dass letztere Fälle sofort behandelt werden.

Viele Patienten, grosse Wartezeit

Grundsätzlich gehe es aber darum, möglichst rasch herauszufinden, was einer Person fehle. Christiane Arnold: «Wir leisten eine Art Detektivarbeit und versuchen uns mit den Informationen, die wir haben ein Bild zu machen.» Jeder Patient ist anders, jede Situation ist anders. «Es ist wie ein Puzzle, das man schnell zusammensetzen muss.»

Dass dabei der eine oder die andere Person vorerst einige Zeit warten muss, scheint klar. «Es kumuliert sich alles: Wenn auf dem Notfall viel läuft, läuft auch im Röntgen und im Labor viel», erklärt Simone Blunier. «Wir müssen auf Röntgenbilder warten, Feedback vom Radiologen einholen, uns mit Spezialisten besprechen - das alles braucht Zeit.»

Simone Blunier und Christiane Arnold erzählen im Podcast, was sie an der Arbeit im Notfall fasziniert und wie sie mit ungeduldigen Patientinnen und Patienten umgehen.

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